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Naturschutzgebiet

„Wenn die Kraniche ziehen...“; und im Naturschutzgebiet (NSG) „Feuchtgebiete im Nothbachtal“ in der Nähe von Rüber rasten

Mitten im Maifeld, zwischen den Orten Rüber, Küttig und Gappenach, liegt das mehr als 27 Hektar große NSG „Feuchtgebiete im Nothbachtal“. Es handelt sich um eine Bachauenlandschaft mit den verschiedenen Biotoptypen (Auwälder, Bruchwälder, Schilfröhrichte, feuchte und trockene Hochstaudenfluren, Fließgewässer, dauerhafte und temporäre stehende Gewässer).

Gezielte Biotoppflegemaßnahmen tragen dazu bei, das NSG als Lebensraum für geschützte Tierarten zu optimieren. Gut untersucht durch Mitarbeiter der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie (GNOR) Rheinland-Pfalz e. V. ist die Vogelfauna.

Allen voran ist die Wasserralle zu nennen, die im feuchten Schilf-röhricht brütet. Daneben finden sich Schwarzkehlchen, Teichrohr-sänger, Sumpfrohrsänger und Rohrammer. Auf den umgebenden Feldern brüten Wachtel, Schafstelze, und Grauammer. In den Pappeln und Weiden haben Beutelmeise und Pirol ihren Lebensraum.

Für die Vogelwelt ist das NSG mit den umliegenden Ackerflächen auch für den Durchzug und die Überwinterung von Wichtigkeit. Kiebitze und andere Schnepfenvögel, Kraniche sowie Rohr-, Korn- und Wiesenweihe halten sich dort auf.

Bei den „Frühjahrs- und Herbstzügen“ gehen regelmäßig Kraniche zur Nächtigung dort nieder.

Der „Frühjahrszug“ der Kraniche hat begonnen. Die ersten Frühjahrszüge (vom Süden ab in den Norden von Europa) wurden bereits am 30. Januar / 07. Februar 2016 beobachtet; und wenn wir Glück haben, rasten sie auch in der Nähe des NSG „Nothbachtal“!

Meist fliegen sie in keilförmiger Ordnung über das Land. Mal nur zehn Kilometer am Tag, manchmal weit über 1000 Kilometer nonstop. Bei Rückenwind erreichen sie die „Autobahn-Richtgeschwindigkeit“ von 130 km/h. Wir alle können und müssen unseren Beitrag zum Schutz solcher Lebensräume, wie des NSG „Nothbachtal“, leisten.

Respekt vor den Lebewesen und Maßnahmen zur Bewahrung der Schöpfung stehen dabei an oberster Stelle.
Dazu gehört auch, dass wir Störungen (z. B. verbotener Autoverkehr) unbedingt vermeiden, damit die Pflanzen- und Tierwelt sich weiterhin positiv entwickeln kann.
Es bleibt zu hoffen, dass die seit mehr als 60 Millionen Jahren, und damit ungleich länger als der Mensch, auf der Erde beheimateten „Vögel des Glücks“ uns erhalten bleiben!

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