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Ortsgeschichte

ortsgeschichteRüber im Maifeld ist eine alte Gemeinde. Über tausend Jahre Geschichte lassen sich in Urkunden nachweisen.

Wer von Lonnig nach Münstermaifeld fährt, der kommt, bevor er den Nothbach erreicht, zur Gemeinde Rüber. Diese kann auf eine tausendjährige geschichtlich nachweisbare Zeit zurückblicken. In vielen Urkunden und Aufzeichnungen stoßen wir auf den Ortsnamen, der eine sehr unterschiedliche Schreibform aufweist.

In einer Schenkungsurkunde vom 29. April 964 lesen wir, dass ein gewisser Volpert und seine Frau Ecgewihe dem Kloster in Münstermaifeld neben `marca Mertilachero` auch Feld zu „Ruveri“ übergaben.

Rüber gehörte im ganzen Mittelalter zum kurtriererischen Amte Münstermaifeld. Der Ort erscheint in der Kellereirechnung des Jahres 1425/1426 und im Saalbuch des Jahres 1589. Rüber gehörte zu den sechs Dörfern des eigentlichen Amtes Münstermaifeld, nachdem Erzbischof Balduin von Lützelberg 1333 Münstermaifeld mit Mauern und Türmen versehen hatte.

Es gilt als sicher, dass Rüber vor dem Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) zirka einen Kilometer westlich der heutigen Lage gestanden hat, auf dem sogenannten Flurdistrikt `St. Margarethen`. Funde von Überresten, Töpfen, Feuerstellen etc. sowie ein uralter Bildstock sind Zeugen dieser Zeit. Dort stand, umgeben vom Friedhof, die Margarethenkapelle, die bis 1766 als Kirche diente, also auch noch, nachdem Rüber längst an der heutigen Stelle stand.

Die Gemeinde, die um 1600 29 Bürger hatte, verzeichnete 1680 schon 22 Familien. Als das Dorf nach Beendigung der Befreiungskriege zu Preußen kam, zählte es 216 Einwohner. Bis zum Jahre 1840 stieg die Einwohnerzahl auf 342 und betrug nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 schon 437. Bis zum Jahre 1905 kletterte die Einwohnerzahl auf 501 und bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auf 548. In den siebziger und achtziger Jahren pendelte sich die Einwohnerzahl auf 700 ein.

Im Jahre 1838 wurde in der Dorfmitte das erste Schulhaus errichtet, welches ein Mehrzweckgebäude war.

Von einem Großbrand wurde Rüber am 16. September 1849 heimgesucht. Damals verbrannten 22 Häuser.

Die im Jahre 1909 erbaute Wasserleitung versorgte Rüber endlich mit gutem Trinkwasser.

Die alten Petroleumlampen mussten 1914 der Starkstromversorgung platzmachen.